Das perfekte Winter-Urlaub-Reiseziel: Lanzarote! Unsere Erfahrungen, Tipps und Reiseroute.
- Jasmin

- vor 1 Tag
- 9 Min. Lesezeit
Eine Woche auf Lanzarote-Urlaub im Winter zwischen Vulkanlandschaften, rauer Küste und entspannten Strandtagen. Persönliche Highlights, besondere Orte und ehrliche Tipps und Erfahrungen abseits der Massen. Perfekt für alle, die Sonne, Ruhe und Natur im Winter suchen.


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In nur 4 Stunden auf einen anderen Planeten? Mit einem Flugticket nach Lanzarote geht genau das. Nach nur 4 Stunden landest du auf einem Planeten der von schwarzem Sand, unzähligen Vulkankratern und rauem Gesteinsfeldern bedeckt ist und nur hin und wieder von grünen Palmen oder strahlend weißen Häusern durchbrochen wird.

Und das Beste daran ist, dieser "ferne" Planet ist der perfekte Ort für eine Flucht vor dem kalten und nassen deutschen Winter. Sonne, Weite, raue Natur und diese ganz eigene Atmosphäre, die man nur schwer in Worte fassen kann, erwarten einen praktisch ganzjährig auf Lanzarote. Im November haben wir sieben Nächte Winter-Urlaub auf Lanzarote verbracht und rückblickend war das für uns die perfekte Reiselänge, um die Insel intensiv zu erleben und entspannte Tage unter der kanarischen Sonne zu genießen. Hier verraten wir dir all unsere Tipps, Highlights und Erfahrungen rund um deinen Winterurlaub auf Lanzarote.

Warum Lanzarote perfekt für einen Winterurlaub ist
Während es bei uns im November oft grau und kalt wird, fühlt sich Lanzarote wie ein sanfter Übergang zwischen Sommer und Winter an. Die Temperaturen liegen meist zwischen 20 und 25 Grad, perfekt für Tagesausflüge, Strandspaziergänge und lange Abende draußen. Die Sonne steht angenehm tief, das Licht ist weich und gerade für Fotografie unglaublich schön.
Ein weiterer Vorteil ist die Ruhe. Im November ist Lanzarote deutlich entspannter als in den Sommermonaten. Weniger Trubel, mehr Platz an den Fotospots und ein sehr entschleunigtes Reisegefühl.

Mietwagen auf Lanzarote – Für uns ein absolutes Muss
Lanzarote ist keine große Insel. Mit dem Mietwagen kann man sie in etwa vier Stunden einmal ganz umrunden. Genau das macht sie so ideal für einen Kurzurlaub. Kurze Wege, viele Highlights und trotzdem genug Zeit, Lieblingsorte immer wieder zu besuchen.

Ein Mietwagen ist auf Lanzarote unverzichtbar. Viele der schönsten Orte liegen abseits größerer Städte und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer oder gar nicht erreichbar. Die Straßen sind gut ausgebaut, übersichtlich und angenehm zu fahren. Auch preislich ist ein Mietwagen auf Lanzarote keine große Sache. Wir haben für gerade einmal 15 € pro Tag für unseren kleinen Flitzer bezahlt. Ein echtes Schnäppchen!

Ein weiterer großer Vorteil von Lanzarote ist, dass die Hauptstraße einmal quer über die Insel verläuft. Dadurch kommt man immer wieder an bekannten Orten vorbei und kann spontan anhalten. Genau das haben wir geliebt. Mal kurz in Teguise einen Kaffee trinken, ein Glas Wein in La Geria in der Sonne genießen oder einfach nochmal an einem Aussichtspunkt stoppen, den man am Tag zuvor entdeckt hat.

Unsere Route
Wir haben unsere Woche nicht streng durchgeplant, sondern eher in Regionen gedacht. So entstanden entspannte Tagesausflüge, die sich gut miteinander kombinieren lassen. Einige Orte haben wir auch mehrfach besucht, und in manchen Zeiten haben wir es genossen, uns einfach ein wenig treiben zu lassen, ohne großen Plan, wo es uns hinführt.
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Tag 1 – Süden von Lanzarote
Strände und raue Küste
Die Papagayo-Strände gehören zu den bekanntesten der Insel und das völlig zu Recht. Heller Sand, türkisfarbenes Wasser und eine fast unwirkliche Kulisse. Früh kommen lohnt sich, besonders im November ist es hier angenehm ruhig.
Die Buchten dieser Region gehören zu den beliebtesten Stränden Lanzarotes, daher kann es trotz Nebensaison manchmal etwas voller werden. Aber keine Sorge, es gibt neben der Hauptbucht noch viele weitere, die mit einem kurzen Fußmarsch zu erreichen sind und deutlich ruhiger sind als die Hauptbucht.
Die Wege zu den Papagayo-Stränden führen durch das Naturschutzgebiet Los Ajaches. Die Durchfahrt wird kontrolliert und kostet 3 € pro Fahrzeug. Motorräder zahlen ca. 2 €. Fußgänger und Radfahrer können das Gebiet kostenlos betreten. Am Ende der etwas holprigen Schotterpiste warten kostenlose Parkplätze, die zwar reichlich, aber in der Hochsaison sicherlich nicht ausreichend vorhanden sind. Daher gilt hier die Devise, früh kommen lohnt sich.

Besonders im Winter sind die Piscinas Naturales Charcones der perfekte Badeort. Es handelt sich um natürliche Wasserbecken, die sich bei Flut mit Meerwasser füllen und dann durch die Sonne aufgewärmt werden. So sind die Becken deutlich wärmer als das offene Meer, und die warmen, glatten Steine sind super angenehm zum Verweilen.

Vom Parkplatz läuft man etwa 20 Minuten über eine flache Ebene entlang der Klippen, bis man zu einer alten Hotelruine gelangt. Von hier aus kann man über die Felsen hinab zu den Pools klettern. Durch den etwas schwierigeren Weg sind die Piscinas Naturales Charcones ein echter Geheimtipp. Im November hatten wir bei bestem Wetter dennoch unsere Ruhe und konnten den gesamten Abschnitt ganz alleine genießen.

Der perfekte Abschluss eines ausgiebigen Strandtages ist ein spektakulärer Sonnenuntergang. Hierfür bietet Los Hervideros die perfekte Aussicht. Der Atlantik trifft mit voller Kraft auf schwarze Lavafelsen, und in der Ferne erheben sich die Vulkankrater der Insel. Gerade bei Wind und hohen Wellen ist das ein echtes Naturspektakel. Aber auch bei ruhigem Wetter und lauer Brise ist die Ursprünglichkeit dieses Ortes absolut greifbar und einzigartig.

Tag 2 – Osten der Insel
Formen, Farben und Weinlandschaft
Lust auf einen Strandspaziergang mit dem gewissen Wow Effekt? Dann bist du am Mirador de Acercamiento genau richtig. Der Strand an sich ist eigentlich nichts Besonderes. Eher handelt es sich um einen Stadtstrand, der nicht unbedingt zum Verweilen einlädt. Auf unserer Liste steht er dennoch ziemlich weit oben, und das hat einen Grund. Gleich hinter dem Strand liegt nämlich der Flughafen Lanzarotes. Das bedeutet, dass die ankommenden Flugzeuge direkt und super nah über den Strand hinwegfliegen. Das ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Unser Tipp, nimm dir eine Decke oder ein Handtuch mit und leg dich in den Sand. So wirkt es noch beeindruckender, wenn die riesigen Flugzeuge gefühlt nur eine Handbreit über einen hinwegdonnern. Die Flugzeuge kommen in regelmäßigen Abständen von ungefähr 10 bis 15 Minuten an. Für die genauen Zeiten kannst du auch online die Ankunftszeiten im Blick behalten.

Der vulkanische Ursprung Lanzarotes ist auf der kleinen Insel praktisch allgegenwärtig. An einigen Stellen jedoch kann man ihn praktisch anfassen, so auch bei Las Grietas. Die engen Felsspalten aus erkalteter Lava sind begehbar, und man bekommt das Gefühl, durch eine Art Mini Canyon zu laufen. Besonders schön sind die Felsspalten am Vormittag, wenn das Licht weich einfällt.

Auch handelt es sich bei Las Grietas längst nicht mehr um einen Geheimtipp. Wenn du Menschenmassen entgehen willst, solltest du daher früh kommen. Ab 12 Uhr wird das Gebiet recht voll, auch da es nicht besonders groß ist und die Besucher sich daher nicht sehr gut verteilen.
Wenn du hingegen auf der Suche nach einem geheimeren Spot bist, dann bist du bei der Cueva Montaña Cabrera genau richtig. Die Höhle ist zwar recht klein, aber die Aussicht dafür umso beeindruckender.

Nach einer kurzen Wanderung den Berg hinauf gelangt man zu einer schmalen Spalte im Felsen, hinter der sich eine runde Höhle mit geöffnetem Dach auftut. Und das Beste daran, sie ist gänzlich unbekannt bei der großen Masse der Touristen Lanzarotes. Wir hatten sowohl die Höhle als auch den gesamten Wanderweg ganz für uns alleine und konnten die friedliche und wunderschöne Aussicht genießen.

Der Tag endet in einer der schönsten Regionen Lanzarotes. Die Weinregion La Geria ist einzigartig. Die Rebstöcke wachsen in schwarzen Mulden aus Vulkanasche. Für uns einer der Orte, an die wir immer wieder zurückgekehrt sind. Ein Glas Wein oder ein kaltes Getränk in der Sonne gehört hier einfach dazu und bietet den perfekten Abschluss eines Tages auf Lanzarote.

Tag 3 – Westen Lanzarotes
Vulkanlandschaften wie von einem anderen Planeten
Unbestreitbar eines von Lanzarotes Highlights ist zweifellos der Nationalpark Timanfaya. Der Nationalpark bedeckt einen Großteil des Westens von Lanzarote und ist nur über einige wenige öffentliche Straßen befahrbar. Will man tiefer in die Vulkanlandschaft vordringen, hat man die Möglichkeit, sich bei Montañas del Fuego Timanfaya einer kostenpflichtigen Bustour anzuschließen. Ein Ticket kostet 30 € pro Person und man fährt vom Einlass mit dem eigenen Auto bis zu einem Parkplatz bei einem Restaurant, von wo aus man auf Busse aufgeteilt wird.

Wir sind kurz vor Parkschließung angekommen und waren in einem der letzten Busse, die fuhren. Dadurch hatten wir das Glück, dass nur eine Handvoll weiterer Besucher die Tour mit uns machten und die Stimmung recht entspannt war. Dennoch sind 30 € pro Person eine sehr hohe Summe für die gerade einmal 35-minütige Fahrt durch die Vulkanlandschaft. Die Aussicht war toll, wir hatten aber das Gefühl, die Landschaft des Nationalparks auch über die öffentlichen Straßen sehr gut erleben zu können und würden daher nicht unbedingt empfehlen, die Tour zu machen.

Eine bessere und vor allem günstigere Möglichkeit, den Nationalpark zu erleben, ist eine Wanderung auf einem der frei zugänglichen Wanderwege, die von der Straße aus erreichbar sind. Hier verirren sich nur wenige Touristen hin und man erfährt durch die Informationstafeln entlang der Wege immer wieder tolle Informationen zur Beschaffenheit dieser wahnsinnigen Natur.
Besonders gut hat uns der Weg auf den Fuente de Montaña Negra gefallen. Er liegt direkt gegenüber der beeindruckenden Caldera de Los Cuervos und bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Nationalpark und seine vielen Vulkane.

Unser Tipp: Kommt unbedingt zum Sonnenuntergang. Die Wanderung bis zum Gipfel dauert etwa 30 Minuten, je nachdem, wie fit man ist. Durch die permanente Steigung ist es ein wenig anstrengend, aber es lohnt sich und man wird mit einem der schönsten Sonnenuntergänge Lanzarotes belohnt.

Tag 4 – Norden
Aussichten und wilde Natur
Du willst dich nicht entscheiden zwischen rauer Natur und moderner Architektur? Dann bist du beim Mirador del Río genau richtig. Der Mirador del Río ist eines der repräsentativsten architektonischen Werke von César Manrique. Er zeigt die Verschmelzung zwischen Architektur und Natur und bietet noch dazu einen spektakulären Panoramablick auf Lanzarote und den Chinijo-Archipel. Der Eintritt liegt übrigens bei 9 € pro Person, und im Inneren der Anlage findet man ein Café sowie einen Souvenirshop.

Versteckt hinter einer kleinen Felszunge und nur bei Ebbe erreichbar liegt die Höhle Cueva de Órzola ganz im Norden Lanzarotes. Hier lässt sich wunderbar dem Rauschen der Wellen lauschen und einfach mal ein wenig zur Ruhe kommen, bevor es weiter entlang der aufregenden Küstenstraßen Lanzarotes geht. Ganz nebenbei ist die Höhle zudem ein tolles Fotomotiv, um die schwarzen Felsen und den blauen Ozean einzufangen.

Am Nachmittag wartet dann einer der tollsten Aussichtspunkte der Insel auf uns. Den Risco de Famara würden wir noch als Geheimtipp verbuchen. Zumindest waren wir bei unseren Besuchen immer komplett ungestört. Die atemberaubende Aussicht ist unbeschreiblich und übertrifft viele der bekannteren Spots der Insel um Längen. Zudem ist dieser Ort auch perfekt für alle, die die Insel mit Kindern besuchen, denn ob man es glaubt oder nicht, hier oben befindet sich ein Kinderspielplatz.

Unser Tipp: Wenn du hier oben ein Foto machen möchtest, solltest du nicht zu spät am Tag kommen. Sobald die Sonne zu tief steht, reflektiert das Meer das Licht und wirkt eher weiß statt strahlend blau. Komme daher lieber am frühen Nachmittag, um die volle Schönheit dieser Aussicht einzufangen.

Nach dem Besuch beim Risco de Famara wird es Zeit, den Strand, den wir bereits aus der Ferne gesehen haben, einmal von Nahem zu bewundern. Der Strand ist perfekt zum Baden, Surfen oder für einfache Sonnenuntergangsspaziergänge geeignet. Einsam ist er definitiv nicht, dafür aber umso schöner, und je weiter man sich vom Parkplatz entfernt, desto mehr verteilen sich die Besucher.


Tag 5 – Teguise und Umgebung
Historie und Entschleunigung
Eine unserer Lieblingsörtchen Lanzarotes. Kleine Gassen, weiße Häuser und ein ganz besonderer Rhythmus. Die vielen kleinen Handwerker- und Künstlerläden laden zum Bummeln und Souvenirshopping ein, und wenn man einen Ort für eine kleine Pause zwischendurch sucht, hat man die Qual der Wahl aus vielen kleinen Restaurants und Cafés. Wir sind immer mal wieder durch Teguise gefahren und haben jedes Mal angehalten, um nach Souvenirs Ausschau zu halten oder ein Gläschen Wein oder einen Kaffee zu genießen.

Wenn wir noch einmal nach Lanzarote reisen würden, dann würden wir unsere Unterkunft definitiv hier in Teguise suchen.

Unser Tipp: Unser liebstes Restaurant in Teguise war das El Patio Crèperie. Es liegt in einer Seitengasse etwas abseits des Getümmels und bietet eine wunderbar entspannte Atmosphäre mit unfassbar leckeren Speisen und Getränken.
Warum Lanzarote sich so besonders anfühlt
Was uns neben der Natur besonders fasziniert hat, ist die Architektur der Insel. Lanzarote wirkt an vielen Stellen unglaublich durchdacht, ruhig und künstlerisch. Weiße Häuser, klare Linien, viel Respekt vor der Landschaft. Die Insel fühlt sich modern an, ohne laut zu sein. Designig, aber nicht kühl. Genau diese Mischung hat uns sofort abgeholt und neben der einzigartigen Mondlandschaft wirklich nachhaltig beeindruckt. Die Insel ist wild und ruhig zugleich, minimalistisch und beeindruckend. Wer dem Winter entfliehen möchte, ohne stundenlang um die halbe Welt zu fliegen, findet hier ein perfektes Reiseziel. Für uns war es definitiv nicht der letzte Besuch.


allerliebster Tipp:
Als kleinen On-Top Tipp verraten wir hier noch unser kulinarisches Highlight auf Lanzarote.
Denn das war definitiv Marcels Geburtstagsessen im Kamezí Restaurant.

Das Restaurant im Süden der Insel ist Michelin empfohlen und hat uns komplett begeistert. Das Konzept, die Aromen, die Präsentation. Wir haben selten so gut gegessen. Für uns ein echtes Erlebnis und eine klare Empfehlung für alle, die Kulinarik lieben und etwas zu feiern haben oder einfach mal etwas gönnen wollen.







































































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